Das war Peter!
Heute, am 16. Januar 2026, haben wir uns von Peter Worschech (7.1.1959 -13.12.2025) verabschiedet. Es ist ein schwerer Abschied – von einem Menschen, der den Redeclub München über viele Jahre hinweg geprägt, bereichert und mit außergewöhnlichem Engagement begleitet hat.
Peter war Gründungsmitglied unseres Clubs und fast zehn Jahre lang unermüdlich dabei. Was ihn besonders auszeichnete, war seine Haltung: aufmerksam, wertschätzend und immer darauf bedacht, andere wirklich weiterzubringen. Sein Feedback war von außergewöhnlich hoher Qualität. Er nahm sich bewusst Zeit, hörte genau zu und formulierte seine Rückmeldungen so, dass Rednerinnen und Redner nicht nur Lob oder Hinweise bekamen, sondern echte Impulse zur Weiterentwicklung. Für Peter war Feedback kein Pflichtpunkt auf der Agenda, sondern ein Geschenk an den Menschen auf der Bühne.
Über all die Jahre war er nahezu durchgehend als Officer aktiv. Seine Herzensposition war dabei eindeutig die Membership. Peter kümmerte sich mit großer Sorgfalt um neue Mitglieder ebenso wie um diejenigen, die schon lange Teil des Clubs waren. Da er aus Holzkirchen anreiste, nahm er häufig online an den Meetings teil. Gerade dort entfaltete er eine besondere Stärke: In den Nachgangsbesprechungen widmete er sich den Gästen, beantwortete Fragen, erklärte geduldig und überzeugte viele davon, dass Toastmasters – und unser Club – genau das Richtige für sie sind. Eine ganze Reihe unserer heutigen Mitglieder haben wir genau diesem Engagement von Peter zu verdanken.
Auch im Officer-Team war Peter eine feste Größe. Er brachte Ideen ein, dachte Prozesse weiter und setzte sich leidenschaftlich für Qualität ein. Ein bleibendes Zeichen dafür ist die Veränderung unserer Agenda: Während Feedback üblicherweise auf eine Minute begrenzt ist, war Peter überzeugt, dass gutes Feedback Zeit braucht – drei Minuten. Diese Überzeugung hat er mit Klarheit und Nachdruck vertreten, und wir haben sie übernommen. Bis heute wirkt diese Entscheidung in unseren Meetings nach.
Peter war immer hilfsbereit. Ob als Preisrichter, Zielredner, bei organisatorischen Aufgaben, beim Auszählen oder bei spontanen Unterstützungen – wenn er Zeit hatte, war er da. Verlässlich, ruhig und mit einem offenen Blick für das, was gerade gebraucht wurde.
Im vergangenen Jahr sprach Peter offen darüber, dass er sich erneut mit seiner Krebserkrankung auseinandersetzen musste. Dabei beeindruckte er viele von uns durch seine große Gefasstheit und Klarheit. Er hatte keine unrealistischen Vorstellungen, sondern einen bewussten, reflektierten Blick auf das, was vor ihm lag. Und dennoch erzählte er mit einem Lächeln, dass er „leider gerade nicht zur Verfügung“ stehe – weil er noch eine Motorradtour in die Berge, nach Italien, unternommen hatte. Diese Touren waren eine seiner großen Leidenschaften.
In der heutigen Abschiedsrede wurde noch einmal deutlich, wie sehr Peter uns alle geschätzt hat und wie wichtig es ihm war, den Club zu unterstützen und Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Sein bester Freund hielt eine bewegende Ansprache, in der Peters Leidenschaft für die Bühne, für Organisation und für stetige Verbesserung lebendig wurde – sei es bei der offenen Bühne in Holzkirchen oder in vielen anderen Projekten. Auch seine Liebe zur Familie, zu Freundschaften und zu gemeinsamen Bergtouren wurde spürbar. Vor allem aber war die große Wertschätzung zu hören, die Peter den Menschen entgegenbrachte – und die ihm ebenso entgegengebracht wurde.
Wir sind sehr traurig, dass Peter uns nun nicht mehr mit seinem klugen, warmherzigen Feedback begleiten kann. Wir trauern um einen Menschen, der unseren Club zehn Jahre lang mitgetragen, mitgestaltet und mit Herz erfüllt hat.
Peter wird fehlen.
In unseren Meetings, in unserem Officer-Team – und vor allem in den Erinnerungen an einen Menschen, der immer bereit war, andere zu unterstützen und besser zu machen.
Das war Peter.


Bernd Eidenmüller